Vegane Burger-Buns {Stevan Paul's „Auf die Hand“}

Vegane Rote-Beete-Buns

Vegane Rote-Beete-Buns

Türmen sich bei euch daheim auch Bücher und Zeitschriften mit Rezepten, die unbedingt ausprobiert werden wollen, aber dafür viel zu oft die Zeit und der rechte Moment fehlen? Ich muss ja zugeben, dass ich ein absoluter Koch- und Backbuch-Junkie bin und meine Sucht auch vor Zeitschriften nicht Halt macht. Allerdings gehöre ich zu genau der Kategorie Konsumenten, die zwar alles liest, aber super selten wirklich Rezepte nachkocht oder -backt. Meist komme ich doch zu Bewährtem und Geliebtem zurück - oder aber ich probiere Neues „spontan“ aus, ohne mich dabei genau an die Empfehlungen im Rezept zu halten. Anders verhält es sich momentan mit dem wunderbar gelungenen Kochbuch Auf die Handvon Stevan Paul! ('klick') Daraus habe ich schon so einiges gemacht und bin immer wieder begeistert. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Stevan mit der Vielfalt an Fingerfood, Burgern und Stullen genau meinen Geschmack getroffen hat.

Heute möchte ich euch ein Rezept vorstellen, von dem ich – Stevan möge mir verzeihen – meine Finger allerdings nicht lassen konnte und das ich ein bisschen abgewandelt habe. Es gibt Vegane (!!), schon wieder eine Premiere bei ZeitfürKuchen, Burger-Buns oder Burger-Brötchen, wie mein Liebster sagen würde. Auch wenn ich vor allem dem Käse nicht vollständig abschwören kann, fasziniert mich dieser Trend zu einer rein pflanzlichen Ernährung doch sehr und ich versuche immer wieder ihn in unsere Küche und meine Backstube einfließen zu lassen.

Frisch aus dem Ofen...

Frisch aus dem Ofen...

Aber zurück zu dem „Wunderteig“, wie Stevan ihn in seinem Buch nennt, aus dem er Burger- oder Hotdock-Buns herstellt. Statt Milch und Wasser habe ich puren Rote-Beete-Saft verwendet - danach muss man meist ein bisschen suchen. Mich hat einfach die Vorstellung fasziniert, rote Brötchen herzustellen. :) Den Zucker habe ich durch - eine kleine Menge - Agaven-Dick-Saft und die Butter durch vegane Margarine ersetzt. Die beiden Eier mussten zwei EL Sojajoghurt weichen. Was soll ich sagen – seht selbst:

Zutaten

  • 450g Weizenmehl (Typ 505)
  • 50g Maisgries
  • 200ml Rote-Beete-Saft (ohne weitere Zusätze)
  • 20g Agaven-Dick-Saft
  • ½ Würfel Hefe (da bin ich meist ein bisschen großzügiger)
  • 80g vegane Margarine
  • 2 EL Sojajoghurt
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

Bei der Zubereitung habe ich mich, ganz brav, an die Empfehlung von Stevan gehalten. Das Mehl mit dem Maisgries mischen und in die Schüssel der Küchenmaschine geben, denn die wird später zum Einsatz kommen. Alternativ kann man natürlich auch eine Rührschüssel verwenden. Den Rote-Beete-Saft in der Mikrowelle oder auf dem Herd spürbar erwärmen und den Sirup einrühren. Anschließend wird die Hefe in kleineren Bröckchen dazugegeben. Dann rühre ich alles vorsichtig glatt, so dass sich die Hefe komplett auflöst. Diesen Vorteig gebe ich in eine Mehl-Gries-Mulde und decke alles mit einem sauberen Tuch ab.

Alle Zutaten abwiegen und bereit stellen

Alle Zutaten abwiegen und bereit stellen

Nach ca. 30 Minuten gebe ich die verbleibenden Zutaten dazu und lasse alles von meiner Küchenmaschine zu einem festen Teig verkneten. Den Teig, auch wenn er bereits fertig erscheint, mit der Küchenmaschine gründlich durchkneten. Er sollte sich vollständig vom Rand der Schüssel lösen.

Nun schalte ich die Küchenmaschine aus, entferne den Teig vom Knethaken und decke alles abermals mit meinem Tuch ab. Der Teig darf nochmals mind. 30 Minuten gehen, bis er sein Volumen deutlich vergrößert hat. Wichtig für eine optimale Entwicklung des Teiges ist, dass er wirklich nicht den geringsten Luftzug bekommt.

Der Teig auf dem Weg zum Brötchen

Der Teig auf dem Weg zum Brötchen

Wenn der Teig soweit ist, mehle ich meine Arbeitsflüche großzügig und hole den Teig mit einem Teigschaber, ohne ihn nochmals zu kneten, aus der Schüssel. Auf der Arbeitsfläche forme ich ihn vorsichtig mit den Händen, so dass ich ihn mit einem leicht bemehlten Messer in gleich große Teile schneiden kann. Das können 10 bis 12 gleichmäßige Teigstücke sein. Diese habe ich zu Brötchen geformt und dafür den Teig mit den Fingern nach innen gefaltet so dass auf einer Seite eine Naht entsteht (das wird später der Boden vom Brötchen) und die Oberseite eine glatte Fläche bildet.

Der Backofen sollte nun auf 200°C Ober-Unter-Hitze vorgeheizt werden. Die Brötchen nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen und dann mit veganer Sahne bestreichen und nach Belieben mit Mohn, Sesam oder anderen Kernen bestreuen.

Die Brötchen backen ca. 20 Minuten und schmecken nach einer kurzen Zeit zum Abkühlen am besten frisch. Der Rote-Beete-Saft färbt die Brötchen vor allem, er verleiht lediglich ein sehr sehr dezentes Aroma. Sie lassen sich aber auch wunderbar in einer Brotbox aufbewahren und, vor dem Verzehr, von beiden Seiten auf dem Brötchenaufsatz vom Toaster aufbacken. Bei uns kommen sie mit einer veganen Burgerfüllung (Patti, Salat, etc.) auf den Tisch.

Ein Serviervorschlag der fertigen Buns

Ein Serviervorschlag der fertigen Buns

Ich hoffe, dass euch diese Variante gefällt und wünsche euch viel Freude beim Nachbacken. Zugleich bedanke mich herzlich für die freundliche Genehmigung von Stevan. Habt eine gute Zeit!

P.S.: Lieber Stevan, ich fürchte ich werde deinen Wunderteig nochmals verwundern müssen, denn ich möchte unbedingt auch mal schwarze (nicht vegan und nicht vegetarisch) und grüne Brötchen probieren! Aber dazu mehr an einem anderen Tag.